Annika,  Augenzwinkern,  Elisabeth,  Ulrich

Die Maus ist raus

Hoffen wir, dass es nur eine war. Aber alles von Anfang an: wir haben eine Maus gesehen. In unserem Wohn-Esszimmer mit offener Küche. Über die DVDs im Schrank ist sie gelaufen und wir haben beide letzte Woche beim abendlichen Fernsehschauen so erschrocken aufgeschrieen, dass der Große im Dachgeschoss davon wach geworden ist. Aber wir haben sie beide gesehene, das war gut, also haben wir sie uns nicht eingebildet.

Beim Frühstück haben wir den Kindern erzählt, dass gestern eine Maus im Wohnzimmer war und die Maus ist über die DVDs gelaufen. Annika heulend und schockiert: „Ich bin nicht über die DVDs gelaufen“. Nein, ist sie nicht. Aber halbmüde hat sie nicht mitbekommen, dass mit „die Maus“ nicht sie gemeint war (Spitzname Maus), sondern eine echte Maus.

Am nächsten Morgen dann erst einmal auf Spurensuche begeben und geschaut, wo die Maus sein könnte.Schränke ausgeräumt, erste kleine Spuren und Hinterlassenschaften beseitigt, aber keine große Spuren entdeckt. Vielleicht hat sich die Maus ja so vor uns erschreckt, wie wir uns vor ihr und ist abgehauen?

Zur Vorsicht erst einmal ein paar klassische Mausefallen im Wohnzimmer verteilt. Einen Abend nix gehört oder gesehen, aber dann am Abend drauf: wieder eine Maus um halb 10 abends über die DVD gelaufen….. OK, erst einmal weitere Mausefallen bestellt, Lebendfallen und Köderfallen mit Gift. Mittlerweile ein paar neue und Extraspuren entdeckt und saubergemacht. Tonnen von Geschenkpapier auf Verdacht weggeworfen, denn wenn wir Maus wären, dann hätten wir uns in der Geschenkpapierschublade eingenistet.

Fallen gekommen und aufgestellt. Warten. Nebenbei bemerkt: ich wußte bisher nicht, dass man Mäuse angeblich am besten mit Schokolade oder Erdnussbutter fängt. Die Lebenfallen und die Giftfallen parallel im Einsatz, soll das Biest sich selber aussuchen, ob Zwangsräumung oder Ausrottung ansteht.

Am Wochenende weitere und neue Spuren der Maus entdeckt, Brotkorb kaputt gebissen – aber war leer. Gestern Abend hatte ich schon den Eindruck, dass sich das Biest irgendwo in der Küche bewegt, aber weder was gesehen, noch konnte ich was hören, wenn ich näher hin bin.

Heute Morgen dann wach gemacht durch lauten Schrei: die Maus! Ich habe natürlich erstmal in die falsche Falle geschaut, weil Frau das Geräusch nicht richtig verortet hat. Dann aber doch: in der Lebendfalle unter’m Schrank eine Maus! Sie hat sich also für Ausquartierung entschieden. Gut für sie. Habe dann – natürlich nach einer Tasse Kaffee – die Maus mal eben richtung Strand gefahren und dort freigelassen. Tschüss Maus, hoffentlich ist niemand von Deiner Familie noch hier und wartet, dass Du nach Hause kommst.

Please follow and like us:

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial