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Drüben!

Nun bin ich von Haus aus eigentlich nicht der Fan von Comics bzw. Graphik Novels, wie sich das Buch „Drüben!“ von Simon Schwartz nennt. Weiter als zu „Asterix“ und „Preacher“ habe ich es nie gebracht. Trotzdem hat es mir diese (teilweise) autobiografische Erzählung angetan. 

Als mehr musischer Mensch fällt es mir zwar schwer die Zeichnungen wirklich zu würdigen und bewerten, aber die Geschichte an sich arbeitet sich an etwas ab, das auch mich als jemand, der wie der Autr zur Genaration der „Xennials“ gehört, durchaus bewegt. Vor einigen Wochen erst war ich mit meiner Familie in Berlin und dort unter anderem auch im Tränenpalast. Mein ältester Sohn ist 8 Jahre und der Gedanke, dass er durch die Grenzkontrolle beim Bahnhof Friedrichstrasse ab diesem Alter alleine durchgehen hätte müssen, hat mir doch ein wenig ein mulmiges Gefühl im Bauch beschert. 

Die Geschichte der Familie Schwartz ist eigentlich nicht so dramatisch, kein Hollywoodfilm würde mit einer Verfilmung etwas gewinnen. Aber gerade in der alltäglichen Dramaturgie, der Geschichte seiner Familie, zwischen Aufarbeitung und Verdrängung, erzählt Schwartz eine Geschichte, die ich auch meinem Sohn zum Lesen gegeben habe und die er mit dem Besuch und den Geschichten rund um den Tränenpalast verstanden hat.

Mir persönlich kamen die Gestalten alle vertraut und bekannt vor. Als reine Geschichte muß ich zugeben, zu bekannt und dadurch langweilig und auch klischeehaft. Durch das Medium Comic (oder Graphik Novel) erhält das Ganze aber einen besonderen Touch und die Bilder sind – soweit ich Kulturbanause das beurteilen kann – eine eigene Erzählinstanz, die durch ihre Einfachheit das Kindliche widerspiegeln.

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