Cello,  Corona Situation,  Judo,  Schwimmen

…der normale Wahnsinn kehrt zurück

Mittlerweile waren es schon wieder drei Wochen mit Judotraining, zwei Wochen mit Schwimmtraining und Musikschule und auch eine Woche mit Vollzeitgrundschule, abgeschlossen mit der ersten (und insgesamt zweiten) Schwimmstunde für die Kleinste.

In den Supermärkten hält niemand mehr Abstand, das Limit an Einkaufswagen ist eher Alibi und die etliche Desinfektionsspender sind entweder dauerleer oder gleich ganz kaputt. Die gelben „Halte-Abstand“ Jäckchen sieht man auch immer weniger und alleine einkaufen weicht den üblihen Familienausflügen mit bis zu vier Mann, Frau und Kindern.

Gleichzeitig setzt in diesem Land knapp ein halbes Jahr vor Weihnachten der alljährliche Black-facing-Streit um den schwarzen Begleiter des Nikolaus ein. Dieses begleitet und wahrscheinlich verfrüht angestoßen durch die black-live-matters-Debatten und Proteste.

Es ist schlimm zu lesen, wieviele Menschen zurück zum „alten Normal“ wollen und nicht begreifen, welche Chancen auf ein „neues Normal“ jetzt besteht, bzw. für einen kurzen Moment bestand. Schlimm ist es vor allem deswegen, weil in Kombi mit der Berichterstattung rund um blm jetzt alle die kleinen und großen, offenen wie versteckten, bewußte und unbewußte Rassisten herauskommen. „Geh nach Hause in dein Land“ und „Haben wir nicht andere Probleme“ sind die eher harmloseren Kommentare, die derzeit online rumgeistern.

Das alte Normal ist leider auch das Normal der Umweltsünder, Rassisten, Egoisten und Ignoranten. Nichts soll sich ändern, denn im schlimmsten Falle wird man ja vielleicht selbst gefragt, ob man sich ändern will.

Und ich? Keine Ahnung, ob ich mich ändern will. Muß ich noch drüber nachdenken.

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