Bildung,  Erziehung,  Sprache,  Weltsicht

Gib dem Kind einen Namen

und verdien‘ dir eine goldene Nase. Oder wie Reinhard Mey es formulierte: Bei allem Scheiß, wo keiner weiß, was es bedeuten soll, sagen wir vorsichtshalber erstmal das ist anspruchsvoll.

Bei ganz vielen Dingen, die mir derzeit als neu und neuer präsentiert werden, denk ich mir: das hab ich vor 30 Jahren schon so gemacht, zwar als Schüler, aber das heißt umgekehrt ja, dass es damals Lehrer gab, die so schon unterrichtet haben. Normale Lernfortschritttests werden aber zum Beispiel heute dick mit Formative Assesment o.ä. überschrieben und als ganz neu verkauft. Dann aber wieder als „macht ihr eh schon irgendwie“ wie Sauerbier angeboten.

Und die Lehrermeute hapst danach. Ist das Verzweiflung oder einfach nur Scheuklappenlehrertum der schlimmsten Sorte?

Ich hab ja gar nichts gegen diese Formen des Unterrichts, im Gegenteil. Ich will nur nicht, dass mir die einen erzählen, wie superneu und toll das ist und die anderen wie die Ochsen vorm Berg stehen und alles verteufeln, was sie nicht schon immer so gefressen und genannt habe.

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