Ulrich,  Weltsicht

Nikolaus als Seenotretter

Eine der Legenden rund um den Nikolaus ist die Legende von der Rettung des ertrunkenen Sohnes. 

Es geht um einen Vater, der das Versprechen abgegeben hatte, einen goldenen Kelch dem Nikolaus Altar in Myra zu stiften, wenn er einen Sohn bekommen würde. Der Sohn kam. Leider hat der Kelch dem Stifter so gefallen, dass er ihn behalten wollte und deshalb nur eine Kopie stiften wollte. Während der Schiffsfart nach Myra ist der Sohn mit dem echten Kelch über Bord gegangen. Der Vater setzte die Reise dennoch fort und wollte den zweiten Kelch nun opfern. Dieser fiel wie von Geisterhand vom Altar und auch beim zweiten Mal schien der Altar die Gabe verweigern zu wollen. Während er sich noch darüber wunderte, kam der Sohn, der ja ins Meer gefallen war, in die Kirche: gesund und wohlauf. Er berichtete davon, dass ihm der Heilige Nikolaus zur Rettung gekommen sei und ihn so vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Überglücklich stiftete der Vater nun beide Kelche.

Bei all den Geschenken, die heute oder morgen früh in den Schuhen landen und bei vielleicht den vielen Möhren, die dem Pferd von Sintaklaas „geopfert“ werden, ist vielleicht auch diese Geschichte etwas, um eben inne zu halten und kurz zu überlegen: was würde Nikolaus dazu sagen, in welchem Umfang Seenotrettung heute möglich ist, aber von vielen Seiten verhindert und nicht mehr gewollt ist – zumindest wenn es um die vielen in Seenot geratenen Menschen im Mittelmeer geht. Ungeachtet der Gründe und Hintergründe, warum diese Menschen mit dem Ertrinken kämpfen, der heilige Nikolaus würde eventuell sagen: „schämt euch!“. 

Meine Gedanken zum Nikolausfest.

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